elkage.de
Suchbegriff eingeben:

Doppelschnitt

Bohlen und Brettern werden aus dem vollen Baumstamm mit Hilfe von Sägegattern herausgesägt. Der Doppelschnitt zeichnet sich dadurch aus, dass zum Einschneiden des Rundholzstamms zwei Durchgänge erforderlich sind, wenn nicht eine spezielle Blockbandsägemaschine verwendet wird, die den zweiten Arbeitsgang im gleichen Sägedruchgang erledigt. Im ersten Durchgang wird der Baumstamm im Sägegatter auf beiden Seiten im Parallelschnitt stark besäumt, d. h., an den beiden seitlichen Baumkanten werden jeweils die Schwarten abgetrennt. Bei diesem Arbeitsgang, der auch als Vorschnitt bezeichnet wird, entsteht ein prismenförmiger Holzquerschnitt, der als Prisma oder Model bezeichnet wird.

 

Dieses Prisma wird für den zweiten Gatterdurchgang um 90° gedreht. Eine der beiden parallel geführten Schnittkanten liegt danach auf dem Sägetisch auf, weshalb diese Schnittfläche als Auflage bezeichnet wird. Im nachfolgenden Gatterdurchgang (woraus sich der Begriff Doppelschnitt ableitet) werden nicht nur die beiden verbliebenen seitlichen Baumkanten (Schwarten) vollständig abgetrennt, sondern gleichzeitig auch die Bohlen bzw. Bretter aus dem Prisma herausgesägt, wobei diese jeweils die gleiche Breite aufweisen. Dieser zweite Gatterdurchgang wird als Nachschnitt bezeichnet.

 

siehe auch: