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Futterlichte

Im jedem Gebäude gibt es zahlreiche Öffnungen, Durchbrüche oder ähnliches, die bei fachgerechter Planung bereits im Rohbau hergestellt werden. Die Innenmaße dieser Öffnungen werden in der Regel als Lichte oder Lichtmaß bezeichnet.

 

Zum Einbau von Türen werden meist Zargen verwendet, die die Rohöffnung einer Wand im Bereich des Türdurchbruchs seitlich und innen überdecken und als Tragkonstruktion für die Türblätter dienen. Die Türzarge verringert somit die ursprüngliche Breite und Höhe der Rohbauöffnung um mindestens das zweifache Maß der Dicke der Zarge zuzüglich einer gewissen Einbautoleranz zwischen Rohbauöffnung und äußerer Zargenbegrenzung. Die verbleibende Durchgangsbreite einer mit einer Zarge verkleideten Türöffnung wird als Futterlichte bezeichnet. Hergeleitet werden kann der Begriff Futterlichte vom Türfutter, eine andere ebenfalls gebräuchliche Bezeichnung für Zarge bzw. Türzarge.

 

Die Futterlichte ist somit das kleinste Maß zwischen der sichtbaren seitlichen Begrenzung einer Türzarge. Je nach Art des Türblatts bzw. dessen Befestigung an der Zarge kann das lichte Durchgangsmaße noch etwas geringer sein, was insbesondere beim Transport von sperrigen Gegenständen (Möbeln usw.) eine Rolle spielt.

 

Gerade während des Neubaubooms in den 1960er und 1970er Jahren wurden im Mietwohnungsbau vielfach Türen eingebaut, die aus Gründen des Komforts und der Nutzbarkeit aus heutiger Sicht eine deutlich zu geringe Futterlichte aufweisen. Dies gilt besonders für Abstellräume, aber auch für Gästetoiletten, die wegen der geringen lichten Breite oftmals nur unbequem genutzt werden können, da auch die Grundflächen selbst aus Kostengründen so gering wie möglich gewählt worden sind. Aus heutiger Sicht sind Futterlichten von mindestens etwa 75 cm erforderlich, wobei solche relativ geringen lichten Durchgangsbreiten auch nur für Nebenräume noch tolerabel sind.

 

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